Soom das SACHTLER STATIVSYSTEM im Einsatz
10.11.2010
Inland »
Videofilmer Ajay Johnson folgte für die
Dokumentation „Sea to Shining Sea“ Kimberly Anyadike 4000 Kilometer
quer durch die USA.
Die 15-jährige hat sich damit ihren Traum verwirklicht,
einmal mit einer Maschine des Typs „Red Tail“ von Compton, Kalifornien,
nach Newport, Virginia, zu fliegen. Ajay Johnson arbeitete mit dem
Stativsystem SOOM und dem Fluidkopf FSB 6 von Sachtler, einer Marke der
Vitec Group.
Mit ihrem Flug ehrte sie die ersten schwarzen US-Militärpiloten im Zweiten
Weltkrieg, die „Tuskegee Airmen“. Das Projekt fand in Zusammenarbeit
mit Tomorrow’s Aeronautical Museum, einer Flugschule in Crompton, statt.
Für den anspruchsvollen Dreh verwendete Kameramann Ajay Johnson den
Sachtler Fluidkopf FSB 6 und das Sachtler Stativsystem SOOM. Gedreht
wurden sechshundert Video-Einstellungen in fünf Städten, plus Interviews,
Drehs in Museen sowie etliche Aufnahmen, die das einmotorige Flugzeug in
den verschiedensten Flugphasen zeigen. „Der Sachtler Fluidkopf FSB 6 und
das Stativsystem SOOM halfen mir dabei, einige der spektakulärsten Szenen
einzufangen, die ich je gedreht habe“, so Johnson.
Filmen mit System: das multifunktionale SOOM
Die Vielseitigkeit und das geringe Gewicht des multifunktionalen SOOM waren
von enormem Vorteil. „Das Geniale am Stativsystem SOOM ist, dass ich es als
normales Stativ nutzen oder schnell auf Monopod-, Babystativ- oder HiPod-
Konfiguration umstellen kann. Außerdem belastet es mein Gepäck kaum und
kann locker – selbst mit ausgezogenem Stativ – mit zwei Fingern getragen
werden“, schwärmt Johnson. Trotz des geringen Gewichts ist das SOOM äußerst
robust. „Die harten Bedingungen während der Dreharbeiten im Grand Canyon
konnten dem Stativ nichts anhaben“, so Johnson.
Die Dokumentation von Kimberlys Flug war eine echte Herausforderung. Um
dem Flugzeug auf seiner Route folgen zu können, war Ajay Johnson immer auf
Achse. Die Aufnahmen des landenden Fliegers waren oft schwierig. Damit der
Landeanflug gefilmt werden konnte, harrte Johnson zunächst am Boden ruhig
mit seiner Kamera aus – den Blick immer auf den Horizont gerichtet. Sobald
der Flieger in der Ferne auftauchte, begann er zu filmen. War die Anflugszene
im Kasten, musste er schnell zum Landepunkt eilen. „Ich startete meistens mit
dem SOOM „Tube“, der „Monopod“-Konfiguration, und zwar ausgezogen bis auf
Augenhöhe. Sobald das Flugzeug gelandet war, bin ich mit dem SOOM zum
Landeplatz gerannt, um die Willkommens- und Begrüßungsszene zu drehen“,
erklärt Johnson.
Die Interviews mit Kimberly und den zwei Tuskegee Airmen Chauncey E.
Spencer II und Colonel Roosevelt Lewis Jr. wurden im Tuskegee Air Museum
und dem Virginia Air and Space Museum mit der Sony EX3 gedreht, die mit
Zeiss DigiPrime Objektiven ausgestattet war. „Für die Interviews nutzten wir
die „TriPod“-Konfiguration des SOOM. Der verstellbare Höhenbereich von 68 bis
140 cm war ideal für alle unsere Interviews“, so Johnson.
SOOM HiPod System: Immer einen Kopf größer
Wenn Kimberly nach einer Landung von allen Seiten von Zuschauern und
Pressevertretern umringt war, hat Ajay Johnson das SOOM als HiPod-System
konfiguriert. So konnte er das Stativ hoch über die Köpfe der Menschen
ausfahren. Das Videosignal wurde auf einen kleinen Monitor gelegt, so dass
die Aufnahmeszenen bequem zu beobachten waren, auch dann noch, als das
HiPod auf zweieinhalb Meter ausgefahren war. Als „Tube“ ließ sich das SOOM
leicht durch die Menschenmenge führen. „Da ich den Zoom per Fernbedienung
gesteuert habe, musste ich die EX3 Kamera nicht einmal anfassen“, erzählt
Johnson begeistert.
Einige Interviews wurden im Sitzen geführt. Wenn es keinen Platz für ein Stativ
gab, konnte das SOOM schnell von der TriPod-Konfiguration in ein Babystativ
mit einer Höhe von 49 cm umgebaut werden. So ließ sich das SOOM für das
Interview einfach auf einen Tisch stellen. „Als ich das SOOM noch nicht hatte,
musste ich die Kamera für solche Einstellungen auf den Schoß nehmen“, so
Johnson.
Ajay Johnson möchte besonders bei Reisen und Outdoor-Drehs nicht mehr
auf das SOOM verzichten. „Dieses flexible Stativ ist perfekt, um schnell und
einfach den richtigen Blickwinkel zu bekommen – egal ob im Menschengewühl
auf dem roten Teppich oder beim Herumführen der Kamera um verschiedene
Hindernisse. Für meine Projekte ist es das ideale Arbeitsgerät“, so Johnson.
Wenn der Schnitt fertig ist, erscheint Sea to Shining Sea in zwei Versionen:
Einmal als Making-of mit dem Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten,
zum Anderen als Dokumentation über Kimberly Anyadikes Hommage an die
Tuskegee Airman und ihren Traum, einmal in deren Fußstapfen zu treten.
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