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Pablo macht Facebook

Quantels Pablo 4K ist für die Farbkorrekturen und das Finishing von David Finchers neuem Kinofilm „The Social Network“ eingesetzt worden.

Dieses Drama über die Gründung der erfolgreichen Network-Plattform ist zugleich der erste Kinofilm, der mit der RED One 4K Kamera mit dem Mysterium-X Sensor aufgenommen worden ist. Diese neue Optik besitzt einen größeren Dynamikumfang sowie ein stark verbessertes Lowlight-Verhalten.

Der gesamte Workflow für dieses Projekt wurde - vom DI bis hin zur digitalen Ausspielung von 4K bis zu 2K-  in dem in Los Angeles ansässigen Postproduktionsstudio Lightiron am Pablo vorgenommen.

Die Produktion von „The Social Network“ ist komplett digital in den Auflösungsformaten 2K und 4K erfolgt. Die Ausbelichtung des Materials auf 35mm-Film war erforderlich, um auch die Kinos mit Kopien beliefern zu können, die noch über keine digitale Projektionssysteme verfügen. David Fincher und sein Kameramann Jeff Cronenweth haben den Film in 4K mit der 4K RED One aufgenommen. Das Originalmaterial wurde vom ersten Schnitt-Assistenten Tyler Nelson mit der RED Rocket-Beschleuniger-Karte nahezu in Echtzeit in das ProRes-Format von Apple eingelesen, das die beiden Chef-Cutter Angus Wall und Kirk Baxter für den  kreativen Schnitt verwendet haben. Diese Daten wurden daraufhin von 4K in das 2K DPX-Format umgewandelt und für die Farbkorrekturen und das Finishing an den Coloristen Ian Vertovec bei Lightiron geschickt.

„Bei dieser digitalen Endbearbeitung haben wir komplett auf die klassische Infrastruktur eines Kopierwerks verzichtet“, erklärt Michael Cioni, CEO von Lightiron. Das Besondere an dieser DI-Post war, dass Lightiron zu diesem Zweck mit einem mobilen Pablo 4K in die Studios der Red Studios Hollywood gezogen ist, wo eigens für diese Grading-Session ein DI-Kino eingerichtet wurde. Die in der mobilen Pablo-Suite bearbeiteten Bilder wurden dort mit dem Sony T420 4K-Projektor auf eine 13 Meter breite Leinwand projiziert.

Dank dieser für ein DI-Kino ungewöhnlich großen Leinwand konnten David Fincher und der Colorist Ian Vertovec die Bilder beim Grading in einer vergleichbaren Größe betrachten, wie sie am Ende das Publikum in den großen Kinosälen  sieht.

Die Einrichtung eines temporären DI-Kinos in einem Tonstudio war vor allem deshalb möglich, weil der Pablo 4K über keine großen räumlichen Ausmaße verfügt, wenig Strom sowie wenig Platz für seinen lokalen Speicher benötigt. Alle Versionen des Films, einschließlich der verschiedenen Arbeitsfassungen der rund 1.000 visuellen Effekt-Shots, wurden auf einer kleinen  mobilen Speicherkarte gesichert.


Der Lightiron-Chef Michael Cioni bescheinigt dem Pablo eine hochgradige Effizienz beim Ein- und Ausspielen des Materials. „Wir benötigen nur einen Nachmittag, um in einem Studio ein DI-Kino einzurichten“, erklärt er. „Die leistungsstarke 4K-DI-Konfiguration passt auf eine einzige Karte.“

„Das provisorisch eingerichtete  DI-Kino bietet nicht nur die ideale Umgebung zum Sichten und Feinabstimmen der Bilder, sondern sorgt zugleich für maximale Effizienz. Durch die Fähigkeit des Pablos, die R3D-Files aus der RED One-Kamera nativ einzulesen und zu verarbeiten, entfällt der Prozess der Umwandlung in andere Formate. Zudem kann das System auch die bereits bearbeiteten Versionen im AAF-Format lesen. „Dadurch sind die künstlerischen Entscheidungen der Cutter besser geschützt, denn im Gegensatz zu den Systemen, die nur eine EDL lesen können, geht hier nichts verloren.“

Diese nahtlose technische Integrationsfähigkeit, die mit den kreativen Werkzeugen von Quantels Pablo einhergeht, bildet Cioni zufolge die ideale Basis für eine komplette digitale Produktion wie „The Social Network“. „Der Pablo besitzt gegenüber anderen Systemen den großen Vorteil, dass er über offene Schnittstellen verfügt, die eine Einbindung der neuesten Technologien ermöglicht“, resümiert Cioni. „Deshalb ist er bei allem wichtig, was wir tun. Für uns ist der Pablo der Grundstein, auf dem wir unsere Arbeit aufbauen können.“

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